Püth (Hesel (Hesel))

Ausgewählter Flurname:

Püth


Gemarkung:

Hesel (Hesel)

Erfassungen:

Hannoversche Grundsteuervermessung (ca. 1830),
Befragung (ca. 1980),
Deutsche Grundkarte

Püth (Hesel (Hesel))


Erklärung des Flurnamens:

Südlich des Hasselter Vorwerks am Ehetief findet sich eine Stelle, wo in der Regel vier Mann (oder Frau), was als Ploog bezeichnet wird, im Handstichverfahren nach Abtragen der obersten Schicht, der Bunkerde, die mühsame Arbeit des Schwarztorfstechens ausübten. Einer der Torfarbeiter steht tief unten in der zuvor abgegrabenen tiefsten Stelle, der Pütte, und bedient die anderen mit abgestochenen Soden, die zur Trocknung vorbereitet werden. Die Fläche von zwei Diemat, die jedem Kolonisten zugestanden wurde, nannte man einen Moorplatz, der 90 Pütten Torf enthielt.

Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Püth, Pütte

"längl. Grube am Deich, aus der Erde für den Deichbau entnommen wird"; "Grube im Moor, aus welcher Torf gegraben wird"



Quellen:

Stürenburg, Cirk Heinrich, Ostfriesisches Wörterbuch, Nachdruck der Ausgabe Aurich 1857, Leer 1996, S. 185


Autor(in):

Dr. Karl- Heinz Frees


Letzte Änderung am: 27.06.2011

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