Saxhörn (Hesel (Hesel))

Ausgewählter Flurname:

Saxhörn
( Saxhorn )

Gemarkung:

Hesel (Hesel)

Erfassungen:

Hannoversche Grundsteuervermessung (ca. 1830),
Befragung (ca. 1980),
Deutsche Grundkarte

Saxhörn (Hesel (Hesel))


Erklärung des Flurnamens:

Das weitläufige Gebiet Saxhörn im Nordosten der Ländereien von Gut Stiekelkamp war mit dem schneidenden Schilfgras Segge bewachsen. Dieses große Flurstück blieb bis 1821 weitgehend im Gemeinbesitz, nachdem es über 300 Jahre Streitigkeiten mit den Gutsbesitzern und den Heseler Bauern um diese Flurstücke gegeben hatte, die in einem Vertrag von 1710 voübergehend beigelegt wurden. Ein Teil wurde sogar für den Roggenanbau genutzt. Lange vorher hatte das Saxhörn aus Heidfeld bestanden. Nach der Gemeinheitsteilung wurde es dem Oberförster Lanzius-Beninga von Gut Stiekelkamp in Erbpacht gegeben, der die Flurstücke aufteilte, aufforstete (z.B. Mastenstück und Düvelsdannen) oder anderweitig kultivierte (Melksett).

Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Sax

Nebenform von Segge: „ostfries.-niederd. sigge "Calmus (calamus aromaticus), ein gewürzhaftes Sumpfgewächs oder Schilfrohr; Name verschiedener sonstiger Sumpfpflanzen od. Irisarten ...“.



2. hörn

mnd. hôrn, n., „spitz zulaufendes, keilförmiges Landstück“, „Winkel, Ecke, Biegung“; nnd. Horn, n., „in Flurn. „Ecke, Winkel“



Quellen:

Weßels, Paul, Hesel - Beiträge zur Geschichte des ostfriesischen Geestortes Hesel, Weener 1998, S. 130, 179
Doornkaat Koolman, Jan ten, Wörterbuch der ostfriesischen Sprache, Norden 1879 bis 1884, Bd. 3, S. 168, 181
Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 127


Autor(in):

Dr. Karl- Heinz Frees


Letzte Änderung am: 26.09.2015

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