Vorwerk Hesel (Hesel (Hesel))

Ausgewählter Flurname:

Vorwerk Hesel


Gemarkung:

Hesel (Hesel)

Erfassungen:

Hannoversche Grundsteuervermessung (ca. 1830),
Befragung (ca. 1980),
Deutsche Grundkarte,
Preußische Grundsteuervermessung (ca. 1870)

Vorwerk Hesel (Hesel (Hesel))


Erklärung des Flurnamens:

Das Vorwerk Hesel ist ein ehemaliges Vorwerk der Johanniterkommende Hasselt. 1719 wird das Vorwerk Hesel als „Vorwerck“ und 1819 als „Heseler Vorwerk“ bezeichnet.





Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Vorwerk

"Meist als Name besonderer Landgüter u. Oekonomien, die entweder nahe vor geschlossenen Dörfern liegen od. ehemals landwirthschaftl. Pertinenzien von Klöstern u. Rittergüter waren u. ausserhalb der geschlossenen Kloster- u. Gutsbezirke lagen."



2. Hesel

"Erstmalig erwähnt wurde der Ort als „Hasla“ im 10. Jahrhundert. Die Schreibung „Holse“ von 1319 scheint wohl einen Schreibfehler zu beinhalten. 1474 wurde die Bezeichnung „Hessele“ dokumentiert. Der heutige Name wird seit 1719 verwendet. In einer Statistik von 1848 wird das Dorf auch als „Heesel“ bezeichnet. Der Siedlungsname ist aus einem altfriesischen Wortbestandteil mit der Bedeutung „Hasel“ und „Gehölz“ gebildet worden und bedeutet „Haselwald“."



Quellen:

Doornkaat Koolman, Jan ten, Wörterbuch der ostfriesischen Sprache, Norden 1879 bis 1884, Bd. 1, S. 546; Stürenburg, Cirk Heinrich, Ostfriesisches Wörterbuch, Nachdruck der Ausgabe Aurich 1857, Leer 1996, S. 319;
Weßels, Paul, Hesel - Beiträge zur Geschichte des ostfriesischen Geestortes Hesel, Weener 1998


Links:

http://www.ostfriesischelandschaft.de/fileadmin/user_upload/BIBLIOTHEK/HOO/HOO_Hesel_Leer.pdf

Autor(in):

Dr. Karl- Heinz Frees


Letzte Änderung am: 28.12.2015

Projektpartner