Altenbškswieke (Jheringsfehn)

Ausgewählter Flurname:

Altenbäkswieke
( Altebeekswieke )

Gemarkung:

Jheringsfehn

Erfassungen:

Hannoversche Grundsteuervermessung (ca.1830)

Altenbškswieke (Jheringsfehn)


Erklärung des Flurnamens:

Die Altebekswieke wird auch als Altebeekswieke, Altenbäkswieke, Altenbeekswieke oder Altenbukswieke bezeichnet.

Die Bezeichnungen Alte- und Neuebeekswieke verweisen auf einen natürlichen Wasserlauf (-beek) und auf einen künstlichen (-wieke). Zwischen dem unteren Teil der heutigen Altebeeks- und Neuebeekswieke befand sich ein kleines Meer, mit einem kleinen Abfluß nach Boekzetel hin, die Beek genannt. Um 1790 wurde unter Benutzung dieses Abflusses vom Boekzetelerfehn aus ein Kanal nach Südosten gegraben, die Jheringsbeek oder Beekswieke. Von dieser Beekswieke aus wurden die große und die kleine Westerwieke nach Nordosten bzw. Südwesten angelegt und die Beekswieke als Altebeekswieke nach Südosten vorangetrieben.







Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Beek

ndl. beek, "(de) smalle, op naturlijke wijze ontstane stroom tussen twee oevers, die nog overal doorwaadbar is"



2. Wieke

Wieke, schiffbarer Canal; von mnd. Wik, "das Weichen, Entweichung", ein von einem Hauptcanal seitlich abweichender kleiner Canal od. überhaupt eine seitliche Ausbucht eines größeren Tiefs o. Canals wie sich solche hauptsächlich auf den Fehnen finden", - Inwieke:"eine nach innen, bz. ins Land oder Moor hinein gegrabene Wieke od. Neben-Canal, der sich von der Hauptwieke abzweigt";



Quellen:

van Dale, Praktijkwoordenbook, Utrecht 2005, S. 93
Schiller, Karl/Lübben, August, Mittelniederdeutsches Wörterbuch, Bremen 1875-1880, Bd. 5, S. 710; Doornkaat Koolman, Jan ten, Wörterbuch der ostfriesischen Sprache, Norden 1879 bis 1884, Bd. 3, S. 548; Bd. 2, S. 133
Johann Conrad Freese, Ueber die Fehne oder Torfgräbereien, Aurich 1789, S. 8, 174
Schoon, H., Aus der Geschichte Jheringsfehns, in: Heimatkunde und Heimatgeschichte, Beilage zu: Ostfriesische Nachrichten vom 03. August 1930


Autor(in):

Dr. Joachim Pfaff


Letzte Änderung am: 05.09.2017

Projektpartner