Boekzeteler Wieke (Jheringsfehn)

Ausgewählter Flurname:

Boekzeteler Wieke


Gemarkung:

Jheringsfehn

Erfassungen:

Hannoversche Grundsteuervermessung (ca. 1830),
Befragung (ca. 1980),
Deutsche Grundkarte,
Preußische Grundsteuervermessung (ca. 1870)

Boekzeteler Wieke (Jheringsfehn)


Erklärung des Flurnamens:

Die Boekzetelerwieke wird heute Beekswieke genannt. Als Boekzetelerbeek /Jheringsbeek wurde sie von Boekzetel aus Ende des 18. Jhd. angelegt. Nach Fertigstellung der Verbindung Westerwieke - Hauptwieke wurde der Kanal durch einen Damm geschlossen. Die andere Möglichkeit, wegen des Gefälles eine Schleuse zu bauen, wurde 1795 verworfen.



Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Boekzetel

"Zusammensetzung des Rufnamens Bohke oder von afr. *bōk(e), mnd. bōke "Buche" mit Sate bzw. Setel in der Bedeutung "Wohnsitz des Bohke" oder "Buchenwohnsitz"."



2. Wieke

von mnd. wîk, „das Weichen, Entweichung“, „ein von einem Hauptcanal seitlich abweichender kleinerer Canal od. überhaupt eine seitliche Ausbucht eines grösseren Tiefes od. Canals, wie sich solche hauptsächlich auf den Fehnen finden.“ – Inwieke: „eine nach innen, bz. ins Land od. Moor hinein gegrabene Wieke od. Neben-Canal, der sich von der Hauptwieke abzweigt.“



Quellen:

Remmers, Arend, Von Aaltukerei bis Zwischenmooren. Die Siedlungsnamen zwischen Dollart und Jade, Leer 2004, S. 37
Schiller, Karl/Lübben, August, Mittelniederdeutsches Wörterbuch, Bremen1875-1880, Bd. 5, S. 710; Doornkaat Koolman, Jan ten, Wörterbuch derostfriesischen Sprache, Norden 1879 bis 1884, Bd. 3, S. 548; Bd. 2, S. 133
Schoon, H., Aus der Geschichte Jheringsfehns, in: Heimatkunde und Heimatgeschichte, Beilage zu: Ostfriesische Nachrichten vom 03. August 1930


Autor(in):

Dr. Joachim Pfaff


Letzte Änderung am: 05.09.2017

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