Georgswieke (Jheringsfehn)

Ausgewählter Flurname:

Georgswieke


Gemarkung:

Jheringsfehn

Erfassungen:

Hannoversche Grundsteuervermessung (ca. 1830),
Befragung (ca. 1980),
Deutsche Grundkarte,
Preußische Grundsteuervermessung (ca. 1870)

Georgswieke (Jheringsfehn)


Erklärung des Flurnamens:

Die Georgswieke ist nach Georg Jhering (1812 - 1882) benannt worden, einem der Söhne des Georg Albrecht Jhering, des letzten Obererbpächters des Jheringsfehns.

Ein älterer Name der Wieke ist Goldbachswieke, als Hinweis auf Torf von besonders guter Qualität aus diesem Bereich.

Die Georgswieke zweigt als Inwieke von der Großen Westerwieke ab.

Ab 1827 bildete die Georgswieke die Grenze zwischen Hook und Beek, d.h. den Schulbezirken Jheringsfehn I und II.

1912 wurde im oberen Wiekenteil eine Schleuse gebaut, um die Erschließung des Königsmoores und des Kleinheseler Moores zu fördern.




Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Wieke

von mnd. Wik, "das Weichen, Entweichung", ein von einem Hauptcanal seitlich abweichender kleiner Canal od. überhaupt eine seitliche Ausbucht eines größeren Tiefs o. Canals wie sich solche hauptsächlich auf den Fehnen finden", - Inwieke:"eine nach innen, bz. ins Land oder Moor hinein gegrabene Wieke od. Neben-Canal, der sich von der Hauptwieke abzweigt".



Quellen:

Schiller, Karl/Lübben, August, Mittelniederdeutsches Wörterbuch, Bremen 1875-1880, Bd. 5, S. 710; Doornkaat Koolman, Jan ten, Wörterbuch der ostfriesischen Sprache, Norden 1879 bis 1884, Bd. 3, S. 548; Bd. 2, S. 133
Poppen, Bernhard, Erzählungen aus Jheringsfehn - nach mündlichen und schriftlichen Überlieferungen, in: Unser Ostfriesland, Beilage zur Ostfriesenzeitung, 1977, 16
H. Schoon, Aus der Geschichte Jheringsfehns, in: Heimatkunde und Heimatgeschichte, Beilage zu: Ostfriesische Nachrichten vom 03. August 1930


Autor(in):

Dr. Joachim Pfaff


Letzte Änderung am: 07.10.2017

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