Große Westerwieke (Jheringsfehn)

Ausgewählter Flurname:

Große Westerwieke


Gemarkung:

Jheringsfehn

Erfassungen:

Sonstiges

Große Westerwieke (Jheringsfehn)


Erklärung des Flurnamens:

Von der "Beek" genannten Siedlung (später Jheringsfehn II) aus, wurde etwa ab 1790 in Richtung NO und vom "Hook" (später Jheringsfehn I)Richtung SW ein Kanal angelegt, der eine Verbindung zur Hookswieke schuf und die beiden Ortsteile verband. Diese "Große Westerwieke" wurde nach Südwesten als "Kleine Westerwieke" bis zur Grenze von Warsingsfehn verlängert. Richtung Boekzetelerfehn ergab sich von Jeringsfehn II aus ein Gefälle, welches die Abtrennung durch einen Damm an der Beekswieke erforderlich machte. Freese 1789 weist darauf hin, wie wichtig die Anzahl und Größe der Inwieken für den Wasserstand der Hauptwieken ist, um dort ausreichende Wasserstände zu sichern und dadurch auch den Betrieb von Schleusen zu gewährleisten. Die Westerwieke hat die Georgs-, Rudolfs-, Altebeeks-, und Neuebeekswieke als Inwieken. Diese Wieke wurde auch als Lang Rack bezeichnet.

Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Wieke

von mnd. Wik, "das Weichen, Entweichung", ein von einem Hauptcanal seitlich abweichender kleiner Canal od. überhaupt eine seitliche Ausbucht eines größeren Tiefs o. Canals wie sich solche hauptsächlich auf den Fehnen finden", - Inwieke:"eine nach innen, bz. ins Land oder Moor hinein gegrabene Wieke od. Neben-Canal, der sich von der Hauptwieke abzweigt".



Quellen:

Schiller, Karl/Lübben, August, Mittelniederdeutsches Wörterbuch, Bremen 1875-1880, Bd. 5, S. 710; Doornkaat Koolman, Jan ten, Wörterbuch der ostfriesischen Sprache, Norden 1879 bis 1884, Bd. 3, S. 548; Bd. 2, S. 133
Freese, Johann Conrad, Ueber die Vehne oder Torfgräbereien, Aurich 1789


Autor(in):

Dr. Joachim Pfaff


Letzte Änderung am: 28.04.2018

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