Die Moorstücke im Keller (Lammertsfehn)

Ausgewählter Flurname:

Die Moorstücke im Keller


Gemarkung:

Lammertsfehn

Erfassungen:

Hannoversche Grundsteuervermessung (ca.1830)

Die Moorstücke im Keller (Lammertsfehn)


Erklärung des Flurnamens:

Nach dem Vermessungsmanual der Feldmark Lammertsfehn (StAA Rep. 87 III 57) wurde 1822 neben einer Fläche von 40 Diemat aus der Gemeindeweide der Ortschaft Selverde ein weiteres Grundstück zur Größe von 19 Diemat und 214 Quadratruten des "herrschaftlichen Moores" der Kolonie Lammertsfehn zugeschlagen. Es handelt sich dabei um ein südlich an das Selverderfeld angrenzendes Gebiet beidseits des Lindenweges.
Der Flurname "Moorstücke im Keller" drückt aus, dass hier das Gelände zur ehemaligen Hochmoorkante deutlich abfällt und so optisch eine Vertiefung entsteht, die an einen Keller erinnert.


Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Keller

mnd. kelder, keller, m., nnd. Keller, m., „Keller“; „Keller“ wird auch als Metapher für „Tal“ benutzt.



Quellen:

Schiller, Karl/Lübben, August, Mittelniederdeutsches Wörterbuch, Bremen 1875-1880, Bd. 2, S. 439; Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 129


Autor(in):

Immega, Heye A.


Letzte Änderung am: 10.07.2015

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