Höst (Lammertsfehn)

Ausgewählter Flurname:

Höst
( Hörns )

Gemarkung:

Lammertsfehn

Erfassungen:

Deutsche Grundkarte

Höst (Lammertsfehn)


Erklärung des Flurnamens:

Die Wiesen zwischen dem "Unterster Weg" im Nordwesten der Gemarkung Lammertsfehn und dem Holtlander Ehetief werden "Hörns" oder "Höst" genannt. Der Geländestreifen erstreckt sich von der Gemarkungsgrenze zu Filsum-Stallbrüggerfeld im Westen bis zur Straße nach Hasselt (Friesenstraße) im Osten. Dieser Gemarkungsteil zwischen Weg und Ehetief setzt sich im Übrigen nach Osten fort und trägt dort den Flurnamen "Wieken". Beide Teile zur Größe von insgesamt 19,35 ha waren auch nach der Gründung von Lammertsfehn noch bis 1953 zur Gemarkung Filsum gehörig. Erst auf Antrag der Gemeinde Lammertsfehn wurde die Fläche umgemeindet. Inzwischen standen alle Grundstücke dieses Gebietes im Eigentum Lammertsfehner Landwirte.
Der Flurname "Höst" dürfte sich auf den Zustand der Flächen vor der Kultivierung beziehen. Er weist auf die zu damaliger Zeit starke Verbuschung der Flächen hin.


Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Höst

mnd. horst, hurst (host), „f. 1. niedriges Gestrüpp“; „2. der Krüppelbusch, wie er sich auf den Knicken findet“; „3. alles was zu einem Busch, einer kleinen Gruppe vereinigt ist […] bes. das zu einem Busche zusammengewachsene Gras an einem Sumpfe“; „4. überh. wilder, wüster Ort“



Quellen:

Schiller, Karl/Lübben, August, Mittelniederdeutsches Wörterbuch, Bremen 1875-1880, Bd. 2, S. 304-305


Autor(in):

Immega, Heye A.


Letzte Änderung am: 04.12.2015

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