Osteeler Schlicktief (Leezdorf)

Ausgewählter Flurname:

Osteeler Schlicktief


Gemarkung:

Leezdorf

Erfassungen:

Deutsche Grundkarte

Osteeler Schlicktief (Leezdorf)


Erklärung des Flurnamens:

Das Osteeler Schlicktief erstreckt sich vom Addinggaster Tief (Gemarkungen Süderneuland I und II) über den ehemaligen Osteeler Hafen (Bereich der Straße Im Winkel) zunächst nördlich und in der Gemarkung Leezdorf südlich des Moortunweges bis zum Leezdorfer Moortun. Dieser Wasserweg diente zur Beförderung des von der Leybucht herangebrachten und am Osteeler Hafen zwischengelagerten Schlicks, der zur Verbesserung des abgetorften Moorbodens gebraucht wurde.

Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Schlick

Mnd. slîk, slick; mhd., ahd. slich; fetter, schlüpfriger Schlamm im Meer und in Binnengewässern. Stark wasserhaltiger Meeresschlamm aus feinsten Ton- und Kalkteilchen, mit organischen Stoffen (Tier- und Pflanzenresten) vermischt. Aus dem Schlick bildet sich der fruchtbare Kleiboden der Marsch.



2. Tief

Hauptentwässerungsgraben, Kanal, kleiner Fluss.



Quellen:

Duden „Etymologie“; Herkunftswörterbuch der deutschen Sprache, Mannheim 1989, S. 638. Lüders, Karl; Kleines Küstenlexikon. Bremen 1958, S. 104. Bents, Harm; Flurnamen in Upgant-Schott und Siegelsum, in: Chronik der Gemeinde Upgant-Schott mit Siegelsum, Norden 2009, S. 697.


Autor(in):

Harm Bents


Letzte Änderung am: 13.04.2011

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