Vorwerk (Leezdorf)

Ausgewählter Flurname:

Vorwerk


Gemarkung:

Leezdorf

Erfassungen:

Befragung (ca. 1980),
Deutsche Grundkarte

Vorwerk (Leezdorf)


Erklärung des Flurnamens:

Das Hofgebäude Leezdorfer Vorwerk liegt im südlichen Gemeindebereich in unmittelbarer Nähe des Guts Oevelgönne, westlich der Straße Am Sandkasten und nördlich des Kirchweges. Es ist auf dem Atlas von Papen aus dem Jahr 1844 verzeichnet und wird bei der ersten Volkszählung 1871 als Wohnplatz erwähnt. Auch auf den Ostfrieslandkarten von Ubbo Emmius ab 1595, Coldewey von 1730/31 und Güsefeld von 1790 ist nahe Osteel ein Vorwerk eingezeichnet. Ob dies das Leezdorfer Vorwerk ist, ist allerdings unklar.

Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Vorwerk

Plattdeutsch: Vörwark. "Besonders als Name mehrerer größerer Landgüter vorkommend, die selbstständig für sich bestehen, aber in der Nähe der Dörfer liegen oder ehemals Pertinenzien (Zugehörigkeiten) von Klöstern bildeten."



Quellen:

Doornkaat Koolman, Jan ten, Wörterbuch der ostfriesischen Sprache, Norden 1879 bis 1884, Bd. 1, S. 546; Stürenburg, Cirk Heinrich, Ostfriesisches Wörterbuch, Nachdruck der Ausgabe Aurich 1857, Leer 1996, S. 319.
Remmers, Arend; Von Aaltukerei bis Zwischenmooren, Leer 2004, S. 230, 276.


Autor(in):

Harm Bents


Letzte Änderung am: 13.04.2011

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