Flökershausen (Lintelermarsch)

Ausgewählter Flurname:

Flökershausen


Gemarkung:

Lintelermarsch

Erfassungen:

Befragung (ca. 1980),
Deutsche Grundkarte

Flökershausen (Lintelermarsch)


Erklärung des Flurnamens:

Aus einem Rufnamen und "Haus" zusammengesetzter Name. Der früheste, nicht eindeutig zuzuordnende Beleg scheint auch sprachlich verderbt zu sein. Erstmals nachweislich genannt wird die Warf Flökershausen um 970 als "Floscereshusun (?) (1). Der Ostfriese Hodo schenkte diesen Hof dem Kloster Corwey an der Weser (Friesen trieben damals Schifffahrt bis nach Bremen und die Weser aufwärts bis nach Corvey. Ein Friesenschiff aus damaliger Zeit hat man um 1990 in Bremen gefunden). 1742 wird dieser Herd, der inzwischen im Besitz des Regierungsrates und Amtsverwalter Grems war, bei brennender Kerze öffentlich verkauft. 1814 wird der Herd in Stücken angeboten. Heute sind die restlichen Ländereien an die Flurneuordnung verkauft und der Hof wird, nachdem er wieder neu aufgebaut wurde, privat bewohnt (2).

Quellen:

(1) Remmers, Arend, Von Aaltukerei bis Zwischenmooren, Die Siedlungssnamen zwischen Dollart und Jade, Leer 2004, S. 71
(2) Gretje Schreiber, Die Höfe in der Lintelermarsch, in: Heim und Herd, Beilage des Ostfriesischen Kurier, Jg. 2009, Nr. 17, S. 3.


Autor(in):

Gretje Schreiber


Letzte Änderung am: 06.08.2011

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