Auf der Gaste (Münkeboe)

Ausgewählter Flurname:

Auf der Gaste


Gemarkung:

Münkeboe

Erfassungen:

Hannoversche Grundsteuervermessung (ca.1830)

Auf der Gaste (Münkeboe)


Erklärung des Flurnamens:

Der Bereich Auf der Gaste im jetzigen westlichen Teil des Ortes Münkeboe war noch im Laufe des 18. Jahrhunderts eine größere, mit Heide bewachsene Sandhöhe im weiten Hochmoor östlich der Ortschaft Upende. Von hier aus entwickelte sich die Kolonie Münkeboe.
Auch heute ist noch deutlich erkennbar, dass der Bereich nördlich der Upender Straße (K116) mit dem Gastweg höher liegt.


Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Gaste

afries. gast, gest f., „Geest“; mnd. gêst, gast, f., „das hohe trockene Land im Gegensatz zu den Marschniederungen“. – „Oft in Namen für den Altacker eines Dorfes.



Quellen:

Schiller, Karl/Lübben, August, Mittelniederdeutsches Wörterbuch, Bremen 1875-1880, Bd. 2, S. 83; Remmers, Arend, Mittelalterliche Flurnamen in Ostfriesland, Online-Veröffentlichung, Aurich 2011, S. 26; Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 120
Wilken, Martin, Münkeboe und Moorhusen in Südbrookmerland, ihre Entstehung, Entwicklung und Bebauung, Münkeboe 1986


Autor(in):

Gerken, Theo


Letzte Änderung am: 05.01.2017

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