Engelbarts Trift (Münkeboe)

Ausgewählter Flurname:

Engelbarts Trift


Gemarkung:

Münkeboe

Erfassungen:

Hannoversche Grundsteuervermessung (ca.1830)

Engelbarts Trift (Münkeboe)


Erklärung des Flurnamens:

Der Familienname "Engelbarts" ist im 18. und 19. Jahrhundert insgesamt elfmal im Ortssippenbuch "Die Familien der Kirchengemeinden Engerhafe (1666 - 1900)" verzeichnet. Üblicherweise hatten fast alle auf der Geest (Engerhafe, Oldeborg, Fehnhusen, Upende) ansässigen Bauern und Landwirte Flächen im Moor, die noch abgetorft werden mussten. Die Wege ins Moor waren die sogenannten "Triften". Somit wird "Engelbarts Trift" ein Weg zu einem Grundstück der "Engelbarts" gewesen sein. Auf vielen noch nicht abgetorften Hochmoorflächen wurde auch das Vieh geweidet.

Die genaue Lage dieses Weges lässt sich nicht mehr ermitteln, die Gemeinde Südbrookmerland hat nach ihrer Gründung Anfang der 1970er Jahre andere Straßenbezeichnungen gewählt.

Nachkommen der Familien Engelbarts wohnen immer noch im Bereich der jetzigen Gemeinde Südbrookmerland


Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Trift

mnd. drift, f., "Viehtrift, Weide"; nnd. Drift, f., "die Trift, als Ort, wohin Vieh zur Weide getrieben wird, und als Weg, auf dem dasselbe dahin geht". "Etwa = "Weg, auf dem Vieh (zur Weide) getrieben, gleichzeitig aber auch schon geweidet wird". "An der Küste "Überfahrtsweg über einen Deich"."



Quellen:

Schiller, Karl/Lübben, August, Mittelniederdeutsches Wörterbuch, Bremen 1875-1880, Bd. 2, S. 578; Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 116
Marten Schoneboom "Die Familien der Kirchengemeinden Engerhafe (1666 - 1990)", Ostfriesische Landschaft Aurich 1995, S. 154-156


Autor(in):

Gerken, Theo


Letzte Änderung am: 16.02.2017

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