Feikens Leegmoor (Münkeboe)

Ausgewählter Flurname:

Feikens Leegmoor


Gemarkung:

Münkeboe

Erfassungen:

Hannoversche Grundsteuervermessung (ca.1830)

Feikens Leegmoor (Münkeboe)


Erklärung des Flurnamens:

Mehrere Bewohner des früheren Kirchspiels Engerhafe führten im 18. und 19. Jahrhundert den Namen "Feyken, Feiken, Feycken oder Feicken". In den Geestgemeinden Südbrookmerlands war es durchaus üblich, dass auch zu relativ kleinen Höfen ein Moorgrundstück gehörte. Im Hochmoor wurde von den Besitzern der Torf abgegraben; übrig blieb das Leegmoor, das kultiviert und danach landwirtschaftlich genutzt werden konnte.
Feikens Leegmoor hat vermutlich der Familie Feiken gehört. Aufgrund der patronymischen Namensgebung (bis 1830) ist dieser Familienname im Bereich des ehemaligen Kirchspiels Engerhafe nicht mehr vorhanden (2).


Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Leegmoor

(1) „ausgegrabenes Moor, im Gegensatz zu Hoogmoor“



Quellen:

(1) Stürenburg, Cirk Heinrich, Ostfriesisches Wörterbuch, Nachdruck der Ausgabe Aurich 1857, Leer 1996, S. 133
(2) Marten Schoneboom, Die Familien der Kirchengemeinden Engerhafe (1666 - 1900), Ostfrieslands Ortssippenbücher, Bd. 38, Ostfriesische Landschaft, 1995


Autor(in):

Gerken, Theo


Letzte Änderung am: 10.02.2017

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