Gastweg (Münkeboe)

Ausgewählter Flurname:

Gastweg
( Südseits des Gastweges, Auf der Gaste )

Gemarkung:

Münkeboe

Erfassungen:

Deutsche Grundkarte

Gastweg (Münkeboe)


Erklärung des Flurnamens:

Das damals östlich der heutigen Ortschaft Upende gelegene Hochmoor war von größeren, mit Heide bewachsenen Sandhöhen, den Gasten, durchsetzt (2).
Gastweg ist der Name des Weges, der über die Gaste führt, auf der das Dorf Münkeboe gegründet wurde.

Im Vertrag vom 9. April 1518 der vereinigten Interessenten des Engerhafer Kirchspiels mit den Upendern werden u.a. die damals neu angelegten Wege erwähnt. Zum "Gastweg" heißt es dort: "die olde Weg so over de Gaste geiht".



Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Gaste

afries. gast, gest f., „Geest“; mnd. gêst, gast, f., „das hohe trockene Land im Gegensatz zu den Marschniederungen“. – „Oft in Namen für den Altacker eines Dorfes."



Quellen:

Schiller, Karl/Lübben, August, Mittelniederdeutsches Wörterbuch, Bremen 1875-1880, Bd. 2, S. 83; Remmers, Arend, Mittelalterliche Flurnamen in Ostfriesland, Online-Veröffentlichung, Aurich 2011, S. 26; Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 120
Wilken, Martin, Münkeboe und Moorhusen in Südbrookmerland, ihre Entstehung, Entwicklung und Bebauung, Münkeboe 1986; StAA Rep. 6 Nr. 507, Bl. 35-37.


Autor(in):

Gerken, Theo


Letzte Änderung am: 30.01.2017

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