Harckenhooge (Münkeboe)

Ausgewählter Flurname:

Harckenhooge


Gemarkung:

Münkeboe

Erfassungen:

Hannoversche Grundsteuervermessung (ca.1830)

Harckenhooge (Münkeboe)


Erklärung des Flurnamens:

"Die "Harckenhooge" ist eine der Gasten (höher gelegene sandige Heidefelder) und wird bereits in der Urkunde der Interessenten Engerhover Karspel vom 9. April 1518 erwähnt. Diese Anhöhe erhob sich etwa 200 Meter ostwärts der Mühle in Münkeboe, etwa dort, wo heute die Schulstraße verläuft " (2)

Der Familienname Harken ist im Ortssippenbuch der Kirchengemeinde Engerhafe nur ein Mal für das 17. Jahrhundert vermerkt. Eine Verbindung zu dem Flurstück Harckenhooge kann jedoch nicht nachgewiesen werden. (3)


Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. hooge

(1) mnd. hô, hôch, nnd. hoch, „hochliegend, erhöht liegend; herausgehoben, hervorgehoben, ausgezeichnet“; „Hohes Feld (..) oft Name für die „ältesten Ackerstücke“ einer Dorfflur, für die Kernflur“



Quellen:

(1) Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 125
(2) Niedersächsisches Staatsarchiv Aurich, Rep. 6 Nr. 507, Bl. 35-37; Wilken, Martin, Münkeboe und Moorhusen in Südbrookmerland, ihre Entstehung, Entwicklung und Bebauung, Münkeboe 1986
(3) Schoneboom, Marten, Die Familien der Kirchengemeinde Engerhafe (1666 - 1990), Ortssippenbuch Bd. 38, Ostfriesische Landschaft Aurich 1995


Autor(in):

Gerken, Theo


Letzte Änderung am: 08.03.2017

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