Münkeboe (Kirche) (Münkeboe)

Ausgewählter Flurname:

Münkeboe (Kirche)


Gemarkung:

Münkeboe

Erfassungen:

Deutsche Grundkarte

Münkeboe (Kirche) (Münkeboe)


Erklärung des Flurnamens:

Die Kirche "Zum Guten Hirten" in Münkeboe wurde im Jahre 1900 erbaut, denn bis dahin gehörten die beiden Moorkolonien Münkeboe und Moorhusen zur Kirchengemeinde Engerhafe. 
Die Kirche und ihre Ausstattung haben neugotischen Stil, und Baustil und Erscheinung tragen Elemente des Jugendstil. Die Kirche wurde erbaut mit Westturm, polygonalem Chor und dreischiffigem Langhaus mit abgewalmten Querdächern. Sie bekam einen Turm mit einer hohen schlanken Spitze. Doch 1927 schlug der Blitz in die Turmspitze ein und beschädigte sie schwer. Daraufhin wurde sie abgebrochen und durch ein pfannengedecktes Walmdach ersetzt. Der Turm trägt einen Schwan als Symbol. Der Chor hat drei dreiteilige bunte Fenster. Im mittleren Fenster ist Jesus als „guter Hirte“ dargestellt.
1976 wurde die Kirche gründlich restauriert. Dabei bemühte man sich, die ursprüngliche Bemalung des Innenraumes wieder herzustellen.

Die Kirchengemeinde Münkeboe-Moorhusen umfasst ca. 2700 Gemeindeglieder.


Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Münkeboe

"Der Siedlungsname bedeutet "Mönchs-Bude" und bezeichnet eine ab 1764 entstandene, 1771 erstmalig im Kirchenbuch Engerhafe erwähnte Moor-Siedlung. Arends berichtet, dass die ersten Kolonisten Mauerreste in der Erde gefunden hätten, die auf ehemaligen Klosterbesitz (vielleicht ein Vorwerk von Sielmönken) hinweisen könnten."



Quellen:

Kirchenkreis Aurich, Superintendentur, Julianenburger Str. 23, 
26603 Aurich,
Remmers Arend, Von Aaltukerei bis Zwischenmooren, Die Siedlungsnamen zwischen Dollart und Jade, Leer 2004, S. 156, 157


Autor(in):

Gerken, Theo


Letzte Änderung am: 22.04.2017

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