Münkeweg (Münkeboe)

Ausgewählter Flurname:

Münkeweg


Gemarkung:

Münkeboe

Erfassungen:

Hannoversche Grundsteuervermessung (ca.1830)

Münkeweg (Münkeboe)


Erklärung des Flurnamens:

Der Münkeweg, die heutige Alt-Münkeboer Straße, wird im Vertrag der Interessenten Engerhover Karspel vom 9. April 1518 als Klostermohrweg und später auch Münkeweg erwähnt. "Vieles deutet darauf hin, dass im jetzigen Münkeboe Mönche eines ostfriesischen Klosters gewirkt haben", schreibt Martin Wilken in seiner Publikation "Münkeboe und Moorhusen in Südbrookmerland, ihre Entstehung, Entwicklung und Bebauung". Wilken verweist darin auch auf den Flurnamen "Alander Moor" im benachbarten Victorbur hin. (2)

Das Kloster Aland lag zwischen Canhusen und Wirdum am alten Greetsieler Sieltief.


Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Münke

(1) afries. munek, monek, m. „Mönch“; Hinweis auf einen ehemaligen Klosterbesitz



Quellen:

(1) Remmers, Arend, Mittelalterliche Flurnamen in Ostfriesland, Online-Veröffentlichung, Aurich 2011, S. 65; Remmers, Arend, Von Aaltukerei bis Zwischenmooren. Die Siedlungsnamen zwischen Dollart und Jade, Leer 2004, S. 269
(2) Wilken, Martin, Münkeboe und Moorhusen in Südbrookmerland, ihre Entstehung, Entwicklung und Bebauung, Münkeboe 1986; Niedersächsisches Staatsarchiv Aurich, Rep. 6 Nr. 507, Bl. 35-37


Autor(in):

Gerken, Theo


Letzte Änderung am: 21.03.2017

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