Rüskeweg (Münkeboe)

Ausgewählter Flurname:

Rüskeweg


Gemarkung:

Münkeboe

Erfassungen:

Deutsche Grundkarte,
Preußische Grundsteuervermessung (ca.1870)

Rüskeweg (Münkeboe)


Erklärung des Flurnamens:

Der heutige Rüskeweg beginnt an der Einmündung in die tom-Brook-Straße (K118) in Moorhusen und endet an der Kreuzung mit der Upender Straße im Zentrum von Münkeboe. In den Unterlagen der Kirchengemeinde Engerhafe und den Publikationen von Martin Wilken (Münkeboe und Moorhusen in Südbrookmerland, ihre Entstehung, Entwicklung und Bebauung, Münkeboe 1986) finden sich keine Hinweise auf den Namen dieses Weges, der erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts zu einer Straße ausgebaut wurde.

Binsen bevorzugen feuchte bis nasse, zum Teil überflutete Standorte in Feuchtgebieten, an Gewässern, in Mooren, Feuchtwiesen und in Sümpfen.

Wahrscheinlich waren die, in dem damals schlecht entwässerten Bereich wachsenden Binsen (plattdeutsch: Rüsken) für die Namensgebung entscheidend. Das würde auch zu den Erklärungen von Karl Schiller, August Lübben und Jan ten Doornkaat Koolman passen.


Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Rüske

mnd. rusch, Binse, Schilfrohr; nnd. Rüske, „Binse“



Quellen:

Schiller, Karl / Lübben, August, Mittelniederdeutsches Wörterbuch, Bremen 1875-1880, Bd. 3, S. 533; Doornkaat Koolman, Jan ten, Wörterbuch der ostfriesischen Sprache, Norden 1879 bis 1884, Bd. 3, S. 75


Autor(in):

Gerken, Theo


Letzte Änderung am: 11.03.2017

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