Am Hopelser Weg beim alten Speel (Marx)

Ausgewählter Flurname:

Am Hopelser Weg beim alten Speel


Gemarkung:

Marx

Erfassungen:

Hannoversche Grundsteuervermessung (ca.1830)

Am Hopelser Weg beim alten Speel (Marx)


Erklärung des Flurnamens:

Bezeichnung ehemaliger Abtorfungsgebiete an dem Weg, der von Wiesmoor kommend durch den Hopelser Forst in Richtung Marx verläuft.

Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Hopels

Hopels war ursprünglich die Bezeichnung einer Klosteranlage der Prämonstratenserinnen, erbaut um 1300 und 1450 nach Marienkamp bei Esens inkorporiert. Mit der mit der Reformation einhergehenden Säkularisierung wurde dieses Kloster aufgelöst; der gleichnamige Ort entstand 1764. Hopels ist eine Zusammensetzung aus "Hop" und "Loh": mnd. hôp, m., „Erdaufwurf, kleine Erderhöhung, feste Stelle in Sumpf und Moor“; nnd. Hoop, m., „Haufen“; mnd. lô, lâ, n., „kleines Waldstück, Gehölz, Buschwald, zur öffentlichen Weidenutzung frei“; nnd. Loh, m., n., „das niedrige Holz, ein Gebüsch von geringem Umfange“



2. Speel

mnd. spêt, „= spit“, „Spatenstich“, „Torfstich auf dem Moore (jetzt Moorspäte)“



Quellen:

Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 127, 135 Reimers, Heinrich, Kloster Hopels in Ostfriesland, in: Zeitschrift d. Gesell. f. Nieders. Kirchengeschichte, 1938, Jg. 43, S. 94-106
Schiller, Karl/Lübben, August, Mittelniederdeutsches Wörterbuch, Bremen 1875-1880, Bd. 4, S. 320
Frees, Karl-Heinz, Das vergessene Kloster in Hopels, Wiesmoor 2013


Autor(in):

Dr. Karl- Heinz Frees


Letzte Änderung am: 29.11.2015

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