Klosterstätte Hopels (früher) (Marx)

Ausgewählter Flurname:

Klosterstätte Hopels (früher)


Gemarkung:

Marx

Erfassungen:

Deutsche Grundkarte

Klosterstätte Hopels (früher) (Marx)


Erklärung des Flurnamens:

Stätte, an der ab 1300 ein Kloster der Prämonstratenserinnen stand. Ab 1450 wurde dieses Kloster nach Marienkamp bei Esens inkorporiert, wodurch es seine Selbständigkeit verlor. Um 1473 kamen zwei Pröpste des Klosters Marienkamp nach Hopels, um sich mit dem Häuptling Cirk der benachbarten Friedeburg zu treffen und den ehemaligen Status wiederherzustellen. Um 1504 oder 1517 ist ein Treffen mit dem Komtur des Klosters Burmönken quellenmäßig gesichert. Mit der nach der Reformation einhergehenden Säkularisierung verschwand dieses Kloster.

Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Kloster

lat. claustrum, "Verschluss, Schloss, Riegel"; später "abgeschlossener Raum für Mönche und Nonnen"; "oft Hinweis auf Klosterbesitz (Vorwerke); manchmal (scherzhafter) Hinweis auf eine einsame Lage"



2. Hopels

Zusammensetzung aus "Hop" und "Loh": mnd. hôp, m., „Erdaufwurf, kleine Erderhöhung, feste Stelle in Sumpf und Moor“; nnd. Hoop, m., „Haufen“; mnd. lô, lâ, n., „kleines Waldstück, Gehölz, Buschwald, zur öffentlichen Weidenutzung frei“; nnd. Loh, m., n., „das niedrige Holz, ein Gebüsch von geringem Umfange“



Quellen:

Remmers, Arend, Von Aaltukerei bis Zwischenmooren. Die Siedlungsnamen zwischen Dollart und Jade, Leer 2004, S. 266
Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 127, 135
Frees, Karl-Heinz, Das vergessene Kloster in Hopels, Wiesmoor 2013; Siefken, Siefke Ortgies, Das Kloster Hopels im friesischen Lande Östringen, Aurich, 1979


Autor(in):

Dr. Karl- Heinz Frees


Letzte Änderung am: 22.11.2015

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