Hörgen (Middels-Westerloog)

Ausgewählter Flurname:

Hörgen


Gemarkung:

Middels-Westerloog

Erfassungen:

Hannoversche Grundsteuervermessung (ca.1830)

Hörgen (Middels-Westerloog)


Erklärung des Flurnamens:

Die Flur Hörgen liegt auf erhöhtem Gelände. Wahrscheinlich handelt es sich daher nicht, wie in einigen anderen Fällen, um eine Form von Hörn "Ecke, Winkel", sondern um ein altes Substantiv für "Höhe" , das heute allgemein durch Höchte, Högte ersetzt ist. Höge mit der Bedeutung "Höhe" ist noch im Bremer Wörterbuch von 1767 (mit der Bemerkung: „Jetzt ist es veraltet“) enthalten, und zwar mit der Ausspracheangabe oe, d. h. das ö wurde nicht wie in ‚böse‘ ausgesprochen, sondern lang und offen wie in norddeutsch "Dörfer" oder "Mörder", wobei das r ja „verschluckt“ wird. Bei Stürenburg und Doornkaat Koolman ist höge "Höhe" nicht mehr verzeichnet. "Högen/Hörgen" ist der Plural von "Höge/Hörge".

Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. höge, fem.

Mittelniederd. Substantiv mit der Bedeutung "Anhöhe, Hügel"



Quellen:

U. Scheuermann: Flurnamenforschung, Melle 1995, S. 126


Autor(in):

Arend Remmers


Letzte Änderung am: 20.07.2011

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