Buchweizenkamp (Moordorf)

Ausgewählter Flurname:

Buchweizenkamp


Gemarkung:

Moordorf

Erfassungen:

Sonstige

Buchweizenkamp (Moordorf)


Erklärung des Flurnamens:

Wenn man sich die Flurkarte anschaut, sieht man, dass dieses Flurstück nicht weit entfernt von dem Flurstück "Brandenden" in Victorbur liegt. Diese Hochmoorflächen wurden bis zum Urbarmachungsedikt 1765 von den Victorburer Einwohnern genutzt, die hier Moorbrandkultur betrieben haben. Darauf weisen die Flurnamen hin.

Bei der Moorbrandkultur wird das Moor zuerst oberflächlich entwässert (Dränung), im Frühjahr aufgehackt und abgebrannt. In die warme Asche werden die Buchweizenkörner gesät. (Quelle: Lexikon der Biologie, Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg 1999)
Im Frühjahr lag halb Ostfriesland unter einer starken Rauchdecke.

1767 siedelten sich hier die ersten Kolonisten der neuen Kolonie Moordorf an. Auf der gegenüberliegenden Seite des Buchweizenkamps, an der heutigen "Neue Straße", ließ sich der erste Siedler Moordorfs nieder.


Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Kamp

mnd. kamp, m., „Landstück, insbes. eingefriedigtes Stück Landes, Weide- oder Ackerland, auch gehegtes Waldstück, [...] im allg. als Privatbesitz, [...] Feldstück von bestimmter, doch nicht festgelegter Größe“; nnd. Kamp, m., „ein mit einer Hecke oder mit einem Graben eingehegtes Stück Land, gleich viel, ob es Ackerland, oder Wiese, oder Waldbestand ist“



Quellen:

Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 129


Links:

http://de.wikipedia.org/wiki/Buchweizen (22.12.2014)

Autor(in):

Christine Günnel


Letzte Änderung am: 20.12.2016

Projektpartner