Grenzstraße (Moordorf)

Ausgewählter Flurname:

Grenzstraße


Gemarkung:

Moordorf

Erfassungen:

Sonstiges

Grenzstraße (Moordorf)


Erklärung des Flurnamens:

Die Grenzstraße hat ihren Namen erhalten, weil sie auf der Grenze zwischen den früheren Gemeinden Victorbur und Moordorf verläuft. Eine Wohnbebauung befindet sich nur auf der südlichen, zu Moordorf gehörenden Straßenseite.


Die politischen Landgemeinden in Ostfriesland sind um 1830 entstanden. Grundlage dafür war die Hannoversche Domizil-Ordnung vom 6. Juli 1827. Vorher galt der Bereich eines Kirchspiels (in diesem Fall das Kirchspiel Victorbur) als niedrigste kommunale Einheit (3).


Die Gemeindegrenzen wurden für das Kataster des Katasteramts erstmalig bei der Urvermessung um ca. 1870 vermessen. Bei der Urvermessung waren für die Grundstücksvermessung außer den jeweiligen Grenznachbarn der Bürgermeister und der Landvermesser anwesend. Daraus ergibt sich dann auch die Festlegung der Gemeindegrenze zwischen den beteiligten Bürgermeistern. Diese Grenzen wurden erst um 1900 in das Grundbuch übernommen (1). Nach dem zweiten Weltkrieg wurden die Grenzen von den Besatzungsmächten neu festgelegt, als Orientierung galten aber die bisherigen Grenzverläufe (2).





Quellen:

(1) Auskunft des Landesamtes für Geoinformation und Landvermessung Niedersachsen, Aurich vom 10.01.2017 und vom 12.01.2017
(2) Ausschnitt aus Karte der Besatzungsmächte aus 1946.
(3) Hann.Ges.S. 1827 I.Abt. Nr. 6 (aus Martin Wilken: Münkeboe und Moorhusen in Südbrookmerland, ihre Entstehung, Entwicklung und Bebauung).


Autor(in):

Gerken, Theo


Letzte Änderung am: 24.01.2017

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