Unnerenden (Moordorf)

Ausgewählter Flurname:

Unnerenden


Gemarkung:

Moordorf

Erfassungen:

Befragung (ca. 1980),
Deutsche Grundkarte

Unnerenden (Moordorf)


Erklärung des Flurnamens:

Unnerenden heißt auf Hochdeutsch „Unteres Ende“. Die ersten Siedler kamen aus dem nördlich von Moordorf gelegenen Victorbur. Unnerenden ist das Gebiet der Kolonie, das „unterhalb“ oder südlich der Gemarkungsgrenze liegt. Das gegenüberliegende Gebiet an der Grenze zu Walle wurde dagegen Bovenenden – auf Hochdeutsch „Oberes Ende“ – genannt. Das Dorf entwickelte sich zwischen diesen beiden „Enden“.
Diese Begriffe werden auch 2014 noch von den älteren Bewohnern des Dorfes genutzt.


Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. unner

nnd. under, unner, „unter, unten“; nnd. boven, mnd. boven, baven, „oben, über“



2. Enden

mnd. ende, m., n., nnd. Ende, 1. „Endstück“; 2. „abgelegenes Flurstück“



Quellen:

Doornkaat Koolman, Jan ten, Wörterbuch der ostfriesischen Sprache, Norden 1879 bis 1884, Bd. 3, S. 468; Schiller, Karl/Lübben, August, Mittelniederdeutsches Wörterbuch, Bremen 1875-1880, Bd. 1, S. 408
Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 117


Autor(in):

Christine Günnel


Letzte Änderung am: 16.11.2017

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