Colonie des Unterförsters (Moorweg)

Ausgewählter Flurname:

Colonie des Unterförsters


Gemarkung:

Moorweg

Erfassungen:

Hannoversche Grundsteuervermessung (ca.1830)

Colonie des Unterförsters (Moorweg)


Erklärung des Flurnamens:

Lokalisierung: Flurstück mit Haus südlich des ehemaligen Leegmoorweges westlich von Wagnersfehn.
Übersetzung/Bedeutung: Moorkolonat in der Kolonie Wagnersfehn, das einem Unterförster der Domäne Schoo verliehen wurde. Die Förster-tätigkeit kann sich nur auf das Schooer Holz (im Besitz der Domäne Schoo) bezogen haben. Die Fehnkolonie Wagnersfehn wurde 1770 gegründet. Das Haus ist bereits auf der Campschen Karte 1806 verzeichnet.
In Ostfriesland beginnen seit der Mitte des 18. Jahrhunderts Kolonisten mit der Urbarmachung der Ödlande, Heiden und Moore. Rechtsgrundlage ist das 1765 von Friedrich dem Großen erlassene Urbarmachungsedikt, das Ödländereien zu Staatseigentum erklärt und die innere Kolonisation in Ostfriesland vorantreibt. Die Kolonate werden den Kolonisten/Anbauern unter Einhaltung von Auflagen und Zahlung eines Zinses nach Freijahren in Erbpacht verliehen.


Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Colonie

Ein Flurstück, das in Erbpacht vergeben wurde.



Quellen:

Herzog, Christa, Die Flurnamen der Gemarkung Wiesede – Ostfriesland. Beiträge zu ihrer Deutung. Aurich 2009, S. 28.
Zu "Übersetzung/Bedeutung" Eden, Heinrich "Wageners-Vehn", Esens 2000


Autor(in):

Heinze, Axel und Herdes, Lies


Letzte Änderung am: 21.06.2015

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