Hoge Tun (Moorweg)

Ausgewählter Flurname:

Hoge Tun
( Gemüsegarten )

Gemarkung:

Moorweg

Erfassungen:

Preußische Grundsteuervermessung (ca.1870)

Hoge Tun (Moorweg)


Erklärung des Flurnamens:

Lokalisierung: Flurstück direkt nördlich des Domänengebäudes von Schoo.
Übersetzung/Bedeutung: Die Domäne Schoo war bis 1425 ein Prämonstratenserkloster, dann landwirtschaftliches Vorwerk von Kloster Marienkamp und ab 1530 landesherrliche Domäne. Sie wurde im frühen 20. Jhd. privatisiert. Vermutlich stammen die Gärten noch aus der Klosterzeit. Dieser Flurname ist bereits auf einer Flurkarte aus dem Jahr 1747 (Staatsarchiv Aurich REP 244 B 00769) als "Der Warff und Bey den Gärten" eingetragen.



Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Hoge

hog, mnd. hô, hôch, hochliegend, erhöht liegend; herausgehoben, hervorgehoben, ausgezeichnet; oft in Flurnamen für die ältesten Ackerstücke einer Dorfflur (Kernflur)



2. Tun

Tuun, mnd. tûn, Garten



Quellen:

Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 125
Schiller, Carl/Lübben, August, Mittelniederdeutsches Wörterbuch, Bremen 1875-1880, Bd. 4, S. 630


Autor(in):

Heinze, Axel und Herdes, Lies


Letzte Änderung am: 04.05.2015

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