Klostertief (Moorweg)

Ausgewählter Flurname:

Klostertief


Gemarkung:

Moorweg

Erfassungen:

Preußische Grundsteuervermessung (ca.1870)

Klostertief (Moorweg)


Erklärung des Flurnamens:

Lokalisierung:
Über dieses, inzwischen mit „Benser Tief“ bezeichnete Fließgewässer, fließt das Oberflächenwasser aus Moorweger Ortsteilen in die Nordsee.

Geschichtliches: Das heutigen Erscheinungsbild dieses Fließgewässers, zu dem auch das Stauwehr in Holtgast gehört, ist nach einem Ausbau von 1967 bis 1971 entstanden. Zuvor ist der einstige, natürliche Wasserlauf, welcher in der Karte von J. B. Regemort aus dem Jahre 1670 noch mit “The“ benannt wurde, im 19. Jahrhundert zum “Esens-Wittmund-Kanal“ ausgebaut und 1870/71 eingeweiht worden. Vor diesem Ausbau lauteten die Bezeichnungen im 18. und 19. Jahrhundert im Bereich des früheren Klostergeländes von Marienkamp “Klostertief“ und ab dem „Schafhauser Wald im südlichen Teil “Reihertief“.


Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Kloster

"Wohngebäude für die in religiöser Abgeschiedenheit lebenden Mönche oder Nonnen"



2. Tief

dêp; Von ahd. tiefi (neuhdt. Tiefe), "das Tiefe" abstammend, bedeutet "dêp" Tief, Graben, Kanal, breiter Entwässerungsgraben, kleiner Fluss.



Quellen:

Herkunftswörterbuch, S. 336, Hunger, die Holtgaster Heimatgeschichte
Koolman, Bd. 1, S. 293


Autor(in):

Hunger, Hans-Georg


Letzte Änderung am: 01.11.2009

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