Neesett Dreesche (Moorweg)

Ausgewählter Flurname:

Neesett Dreesche
( Neusett Dreesche, Neu Settdresch, Neue Saatdreesch )

Gemarkung:

Moorweg

Erfassungen:

Hannoversche Grundsteuervermessung (ca.1830)

Neesett Dreesche (Moorweg)


Erklärung des Flurnamens:

Lokalisierung: Flurstück westlich des Altgauder Wegs, südlich des Königswegs.
Übersetzung/Bedeutung: Diese Fläche gehörte ursprünglich zum Prämonstratenserkloster Sconamora, das ab 1425 als landwirtschaftliche Außenstelle von Kloster Marienkamp geführt wurde und nach der Reformation 1530 als Domäne im landesherrlichen Besitz war. Der Domänenbesitz wurde im frühen 20, Jhd. privatisiert. Die Flächen wurden offensichtlich von der Domäne als Viehweide genutzt. (Niedersächsisches Klosterbuch, Bielefeld 2012, S. 1358) Dieser Flurname ist bereits auf einer Flurkarte aus dem Jahr 1747 (Staatsarchiv Aurich REP 244 B 00769) eingetragen.


Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Nee

mnd. nîe, nige, nigge, neye, nîwe, nnd. nie, nee, „neu“, „kennzeichnet einen flurgeschichtlich oder besitzgeschichtlich jüngeren Zustand gegenüber einem älteren“



2. sett

die gefriedigte Stelle in einem Stück Weideland, wo das Vieh gemolken wird od. der Platz, wo die milchenden [melkenden] Mädchen sich setzen



3. Dreesch

Dreesk, nnd. Dreesch, Dreisch, Driesch, Dreesche,1. ruhender Acker, unbebautes Land, das als Viehtrift dient; Hinweis auf Feldgraswirtschaft. 2. wenig fruchtbare, unbebaute, als Trift benutzte Strecke, die nur spärlich mit Gras bewachsen ist



Quellen:

Scheuermann, Ulrich, Flurnamen- forschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 138
Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 144
Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 115


Autor(in):

Heinze, Axel und Herdes, Lies


Letzte Änderung am: 04.05.2015

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