Neuer Dwarskamp (Moorweg)

Ausgewählter Flurname:

Neuer Dwarskamp


Gemarkung:

Moorweg

Erfassungen:

Hannoversche Grundsteuervermessung (ca.1830)

Neuer Dwarskamp (Moorweg)


Erklärung des Flurnamens:

Lokalisierung: Flurstück östlich des Altgauder Weges im Bereich der landwirtschaftlichen Nutzfläche der Domäne Schoo.
Übersetzung/Bedeutung: Ursprünglich gehörte die Fläche zum Kloster Sconamora, das ab 1425 in ein landwirtschaftliches Vorwerk von Kloster Marienkamp umgewandelt und nach der Reformation als Domäne verpachtet wurde. Ab dem frühen 20. Jhd. ist der Betrieb privatisiert worden. Es handelt sich um den Teilbereich des Portenkampes, dessen Name auf das Kloster hinweist (Klosterpforte). Dieser Flurname ist bereits auf einer Flurkarte aus dem Jahr 1747 (Staatsarchiv Aurich REP 244 B 00769) eingetragen.



Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Neu

mnd. nîe, nige, nigge, neye, nîwe, nnd. nie, nee, „neu“, „kennzeichnet einen flurgeschichtlich oder besitzgeschichtlich jüngeren Zustand gegenüber einem älteren“



2. Dwars

mnd. dwer, dwers, dwars, dwass, „quer“



3. kamp

nnd. Kamp, m., „ein mit einer Hecke oder mit einem Graben eingehegtes Stück Land, gleich viel, ob es Ackerland, oder Wiese, oder Waldbestand ist“



Quellen:

Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S.138.
Schiller, Carl/Lübben, August, Mittelniederdeutsches Wörterbuch, Bremen 1875-1880, Bd. 1, S. 613
Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 129.


Autor(in):

Heinze, Axel und Herdes, Lies


Letzte Änderung am: 04.05.2015

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