Portenkamp (Moorweg)

Ausgewählter Flurname:

Portenkamp
( Pfortenkamp )

Gemarkung:

Moorweg

Erfassungen:

Deutsche Grundkarte

Portenkamp (Moorweg)


Erklärung des Flurnamens:

Lokalisierung: Flurstück westlich der Domäne Schoo, südlich der ursprünglichen Zuwegung zur Domäne Schoo.
Übersetzung/Bedeutung: Diese Fläche gehörte ursprünglich zum Prämonstratenserkloster Sconamora, das ab 1425 als landwirtschaftliche Außenstelle von Kloster Marienkamp geführt wurde und nach der Reformation 1530 als Domäne im landesherrlichen Besitz war. Der Domänenbesitz wurde im frühen 20. Jhd. privatisiert. Die Fläche gehörte zum Ackerland der Domäne. (Niedersächsisches Klosterbuch, Bielefeld 2012, S. 1358) Dieser Flurname ist bereits auf einer Flurkarte aus dem Jahr 1747 (Staatsarchiv Aurich REP 244 B 00769) als "Pforten Camp" eingetragen.


Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Porten

Als Tor (lat. porta) wird in der Architektur eine größere Öffnung in einem Gebäude, einer Mauer oder einem Zaun bezeichnet. Der Begriff Pforte hat sich aus dem lateinischen Begriff entwickelt. Die Fläche liegt vor der ehemaligen Klosterpforte.



2. kamp

mnd. kamp, m., ein eingezäuntes Feld, als Ackerland, Weide, Wiese, Hölzung etc. dienend, entsprechend dem fries. ham. nnd. kamp, m., (Plur. kampen u. kämpe), ein mit Wällen (bei Aurich) od. Gräben (bei Norden) umschlossenes Stück Land od. Feld, gleichviel ob zur Weide od. zum Getreide- u. Gemüse-Bau benutzt



Quellen:

Schiller, Karl/Lübben, August, Mittelniederdeutsches Wörterbuch, Bremen 1875-1880, Bd. 2, S. 423; Doornkaat Koolman, Jan ten, Wörterbuch der ostfriesischen Sprache, Norden 1879 bis 1884, Bd. 2, S. 165


Links:

https://de.wikipedia.org/wiki/Kloster_Sconamora (24.11.2014)

Autor(in):

Heinze, Axel und Herdes, Lies


Letzte Änderung am: 02.12.2015

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