Saatkamp (Moorweg)

Ausgewählter Flurname:

Saatkamp


Gemarkung:

Moorweg

Erfassungen:

Hannoversche Grundsteuervermessung (ca.1830),
Deutsche Grundkarte,
Preußische Grundsteuervermessung (ca.1870)

Saatkamp (Moorweg)


Erklärung des Flurnamens:

Lokalisierung: Flurstück südlich der Domäne Schoo an der Grenze zum Schooer Wald hin.
Übersetzung/Bedeutung: Dieser Flurname ist bereits auf einer Flurkarte aus dem Jahr 1747 (Staatsarchiv Aurich REP 244 B 00769) eingetragen. Da die Fläche auf weiten Teilen von Wald (Schooer Holtz) umgeben war, war sie geeignet für die Produktion von Saatgut, da nicht so viele Unkrautsamen vom Wind eingetragen wurden. Die Flächen werden heute wieder als Grünland benutzt.




Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Saatkamp

mnd. kamp, m., ein eingezäuntes Feld, als Ackerland, Weide, Wiese, Hölzung etc. dienend, entsprechend dem fries. ham.; nnd. kamp, m., (Plur. kampen u. kämpe), ein mit Wällen (bei Aurich) od. Gräben (bei Norden) umschlossenes Stück Land od. Feld, gleichviel ob zur Weide od. zum Getreide- u.Gemüse-Bau benutzt, hier vermutlich für die Produktion von Saatgetreide.



Quellen:

Schiller, Karl/Lübben, August, Mittelniederdeutsches Wörterbuch, Bremen 1875-1880, Bd. 2, S. 423; Doornkaat Koolman, Jan ten, Wörterbuch der ostfriesischen Sprache, Norden 1879 bis 1884, Bd. 2, S. 165


Autor(in):

Heinze, Axel und Herdes, Lies


Letzte Änderung am: 04.05.2015

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