Sett (Moorweg)

Ausgewählter Flurname:

Sett


Gemarkung:

Moorweg

Erfassungen:

Hannoversche Grundsteuervermessung (ca.1830)

Sett (Moorweg)


Erklärung des Flurnamens:

Lokalisierung: Flurstück zwischen Reihertief und Bargen Weg, nördlich des Königswegs.
Übersetzung/Bedeutung: Diese Fläche gehörte ursprünglich zum Oldekloster, das ab 1420 als landwirtschaftliche Außenstelle von Kloster Marienkamp genutzt wurde. Nach der Reformation 1530 wurde der Bereich zu einer Schafhaltung im Besitz der Domäne Schoo. Vermutlich wurde diese Fläche in der Zeit als landwirtschaftliches Vorwerk als "Sett" genutzt, andere Betriebe gab es zu dieser Zeit nicht. (Niedersächsisches Klosterbuch, Bielefeld 2012, S. 1005). Dieser Flurname ist bereits auf einer Flurkarte aus dem Jahr 1747 (Staatsarchiv Aurich REP 244 B 00769) eingetragen.





Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Sett

Außerhalb des Warfs, aber in der Nähe lag das Sett, ein eingefriedigtes Stück, in dem die Pflugochsen übernachteten und die Kühe gemolken wurden. Wahrscheinlich war hierfür ursprünglich ein gemeinsames Stück vorgesehen; darauf deutet die Größe dieser „Ochsenfennen“ oder „Setts“ hin.



Quellen:

Remmers, Arend, Mittelalterliche Flurnamen in Ostfriesland, Online-Veröffentlichung, Aurich 2011, S. 78f.


Autor(in):

Heinze, Axel und Herdes, Lies


Letzte Änderung am: 04.05.2015

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