Bietzeschloot (Neuefehn)

Ausgewählter Flurname:

Bietzeschloot


Gemarkung:

Neuefehn

Erfassungen:

Hannoversche Grundsteuervermessung (ca.1830)

Bietzeschloot (Neuefehn)


Erklärung des Flurnamens:

Die Bietze war ein kleiner Nebenfluß des Bagbander Tiefs auf der Grenze zwischen Neuefehn und Stiekelkamp. Um den Wasserstand im Hauptkanal zu heben, wurde der Bach am Bagbander Tief aufgestaut. Ausgebaut als Bietzenschloot verläuft er erst nach Süden, um dann an der Grenze zu Stiekelkamp parallel zur Kniepwieke erst nach Westen und dann wieder nach Süden zu führen, insgesamt über 1700 m.


Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Bietze

„Altfries. *bi(e)tze ist ebenso wie niederd. Bäke, Beeke und hochd. Bach aus german. *baki- entstanden. Im Fries. Wurde das a durch i-Umlaut zu ê oder î, und der Verschlusslaut k wurde ebenso durch das nachfolgende i zu einem Zischlaut“



2. Schloot

mnd. slôt, m., n., „zwischen zwei Grundstücken gezogener Wassergraben; Entwässerungskanal, Abzugsgraben, Deichgraben an der Sohle des Deiches“; nnd. Sloot, „Graben zur Befriedigung [...] u. Abgrenzung von Ländereien u. auch zur Abwässerung derselben“



Quellen:

Remmers, Arend, Von Aaltukerei bis Zwischenmooren.Die Siedlungsnamen zwischen Dollart und Jade, Leer 2004, S. 35
Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 145
Aden, Theo, Die Dorfgeschichte von Neuefehn, in: Unser Ostfriesland (Beilage zu: Ostfriesenzeitung), 1977, 1


Autor(in):

Dr. Joachim Pfaff


Letzte Änderung am: 05.04.2018

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