Fehnweg (Neuefehn)

Ausgewählter Flurname:

Fehnweg


Gemarkung:

Neuefehn

Erfassungen:

Hannoversche Grundsteuervermessung (ca.1830)

Fehnweg (Neuefehn)


Erklärung des Flurnamens:

Die Anlage des Hauptkanals (Hauptwieke) zur Erschließung des Fehns erfolgte vom Boekzeteler Meer aus etwa parallel zum ursprünglichen Rand des Hochmoores erst in östlicher Richtung, dann nach Süden bis zur Grenze des Stiekelkamper Gebietes. Parallel zum Kanal verlief der Fehnweg (auch: Hauptfehnweg). Die Besiedelung des Neuefehn erfolgte ursprünglich ausschließlich längs des nordöstlichen Abschnittes des Hauptkanals mit dem Fehnweg. Dabei wurden dort wegen der Überflutungsgefahr die Gebäude auf Wurten errichtet. Der südliche Teil Neuefehns ist ebenso wie ein Streifen im Osten höher gelegen und somit besser für eine Besiedelung geeignet. Allerdings erforderte der Geländeanstieg eine Schleuse im Hauptkanal.


Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Fehn

„Altfries. fane, fân, fçn m. n. bedeutet „Moor, Moorland““; „eine planmäßig angelegte Moorcolonie mit Torfgräbereien, u. […] einem schiffbaren Kanal.“



Quellen:

Remmers, Arend, Mittelalterliche Flurnamen in Ostfriesland, Online-Veröffentlichung, Aurich 2011, S. 20; Stürenburg, Cirk Heinrich, Ostfriesisches Wörterbuch, Nachdruck der Ausgabe Aurich 1857, Leer 1996, S. 52
Bünstorf, Jürgen, Die ostfriesische Fehnsiedlung als regionaler Siedlungsform-Typus und Träger sozial-funktionaler Berufstradition, Aurich 1966


Autor(in):

Dr. Joachim Pfaff


Letzte Änderung am: 18.02.2018

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