Kleine Füllenmeede (Neuemoor)

Ausgewählter Flurname:

Kleine Füllenmeede


Gemarkung:

Neuemoor

Erfassungen:

Hannoversche Grundsteuervermessung (ca.1830)

Kleine Füllenmeede (Neuemoor)


Erklärung des Flurnamens:

Dieser Flurname weist wahrscheinlich darauf hin, dass dieses Grünland auch als Weidefläche für Fohlen genutzt wurde. Zwischen 1852 und 1893 gab es durchschnittlich jedoch nur 5 Fohlen bei durchschnittlich 26 Pferden (Weßels, Paul, Barthe - Beiträge zur Geschichte des ostfriesischen Geestortes Hesel, Norden 1997, S. 209)



Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Meede

mnd. mede, f. „Mähde, Heuland“, nnd. mêde, f. „Heuland bz. das Gras was darauf wächst, bz. eine solche Wiese, die gemäht wird, sowie auch das darin stehende zur Heugewinnung bestimmte Gras u. wird dieses Wort im Singular niemals von einem Stück Grünland gebraucht, sobald das Gras bereits geschnitten u. das Heu davon geerntet ist“; - „Unter dem Plural mêden versteht man indessen bloß einen grösseren Complex Wiesenlandes, welches wegen sumpfiger Beschaffenheit u. niedriger Lage fast ausschliesslich zur Heugewinnung benutzt wird u. ist es auch örtliche Benennung (ähnlich wie hamriek u. marsk) eines grösseren nur aus Wiesen- u. Heuland bestehenden Landstrichs“



Quellen:

Schiller, Karl/Lübben, August, Mittelniederdeutsches Wörterbuch, Bremen 1875-1880, Bd. 3, S. 50; Doornkaat Koolman, Jan ten, Wörterbuch der ostfriesischen Sprache, Norden 1879 bis 1884, Bd. 2, S. 585


Autor(in):

Dr. Karl- Heinz Frees


Letzte Änderung am: 03.01.2016

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