Kreitlapperei (Neuwesteel)

Ausgewählter Flurname:

Kreitlapperei


Gemarkung:

Neuwesteel

Erfassungen:

Befragung (ca. 1980),
Deutsche Grundkarte

Kreitlapperei (Neuwesteel)


Erklärung des Flurnamens:

"Kreitlapperey oder Lederne Lampe" (1787). Wörtlich übertragen bedeutet dieser Name Reparatur(-ort) eines Traggestells zum Torftransport oder eines hohen Seitenhecks am Wagen zum Heutransport, also wohl ein Scherzname (wie auch die Alternativbezeichnung "lederne Lampe") (1).

Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. kreit

ostfries.-nd. kreite, kreit, krait "das aus leichten Latten und Sparren gezimmerte Seitenheck eines Wagens, deren zwei zusammen mit dem Vorder- und Hinter-Heck den sogenannten Wagenkorb bilden"



2. Lappen

lappen "schlagen oder stossen, stopfen, treiben, jagen oder vielleicht flicken und setzen, ein Loch dicht machen und füllen"



Quellen:

(1) Remmers, Arend, Von Aaltukerei bis Zwischenmooren, Die Siedlungssnamen zwischen Dollart und Jade, Leer 2004, S. 135
Doornkaat Koolman, Jan ten, Wörterbuch der ostfriesischen Sprache, Nachdruck der Ausgabe Norden 1879 bis 1884, Vaduz/Liechtenstein 1984, Bd. 2, S. 350
Doornkaat Koolman, Jan ten, Wörterbuch der ostfriesischen Sprache, Nachdruck der Ausgabe Norden 1879 bis 1884, Vaduz/Liechtenstein 1984, Bd. 2, S. 471.


Autor(in):

Gretje Schreiber


Letzte Änderung am: 06.09.2011

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