Am Markt (Norden)

Ausgewählter Flurname:

Am Markt


Gemarkung:

Norden

Erfassungen:

Deutsche Grundkarte,
Preußische Grundsteuervermessung (ca.1870)

Am Markt (Norden)


Erklärung des Flurnamens:

Heute ist "Am Markt" die Bezeichnung einer Straße, die sich rund um den Markt herumzieht. Inmitten eines weiten quadratischen Marktplatzes, der eine Größe von über 6 ha aufweist, erhoben sich einst auf der Höhe eines künstlichen Hügels die Andreaskirche und südlich davor an dessen Rande die Ludgerikirche. Der Platz war in dieser Form nicht natürlich gewachsen, sondern planmäßig geschaffen worden, wenn auch nicht in einem Zuge. Er ist jünger als die Wester- und Osterstraße. Dieses Ausmaß ist offenbar mit dem Boom der Viehvermarktung erforderlich geworden. Der genaue Zeitpunkt dieser Anlage lässt sich nur annähernd bestimmen. Im Jahre 1255, der ersten urkundlichen Überlieferung von Norden, dürfte der Markt schon weitgehend so ausgesehen haben. Es muss zu dieser Zeit schon ein blühendes Zentrum gewesen sein (1).

Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Markt

mnd. market, merket, n., m., „Markt, sow. der Marktplatz, als auch die Versammlung der Händler und der Handel selbst; nnd. market, markt; "Markt als Platz, Ort od. Stelle und auch als Tag od. Zeit wo Handel stattfindet"



Quellen:

Schiller, Karl/Lübben, August, Mittelniederdeutsches Wörterbuch, Bremen 1875-1880, Bd. 3, S. 35; Doornkaat Koolman, Jan ten, Wörterbuch der ostfriesischen Sprache, Norden 1879 bis 1884, Bd. 2, S. 578
(1) Gretje Schreiber, Der Norder Marktplatz, Aurich 1994, S. 3 f.


Autor(in):

Gretje Schreiber


Letzte Änderung am: 02.03.2018

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