Barenbusch (Norden)

Ausgewählter Flurname:

Barenbusch


Gemarkung:

Norden

Erfassungen:

Befragung (ca. 1980),
Preußische Grundsteuervermessung (ca. 1870)

Barenbusch (Norden)


Erklärung des Flurnamens:

Der Flurname Barenbusch ist an dieser Stelle falsch eingetragen. Um 1750 wird ein Herd "der Bärenbusch", 1770 "Baaren Busch" genannt. Der Norder Bürgermeister Hajo Rykena schreibt 1605 in seinem Testament, dass sein Neffe Lütet Mannena den Herd erhalten soll, zusammen mit einem silbernen Becher, auf dem geschrieben steht: "sulvern stoep baven vergüldet, in der midden ein vergüldete wynranke under up den Bodden steit gesteken Remet Engen tho ein gedechtniß up den Heerdt tho Lintell schall bliven, damit Lutet moge weten, war van ehme der Herdt hergekamen sy", denn der Herd Barenbusch "prope castrum Idzinganum" stammte ursprünglich von Remet Engen. Zu diesem Herd gehörten 68 Diemat Land. Er wurde 1832 dismembriert (1).

Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Baren

abgeleitet von niederd. bâr, Bär od. dem Familiennamen "Baring" 2. "öffentlich ausrufen und anklagen"



2. Busch

Busch, Gebüsch, kleiner Wald; "kleines Dickicht mit niederem Holzbestand"



Quellen:

Remmers, Arend, Von Aaltukerei bis Zwischenmooren. Die Siedlungsnamen zwischen Dollart und Jade, Leer 2004, S. 28, 29; Stürenburg, Cirk Heinrich, Ostfriesisches Wörterbuch, Nachdruck der Ausgabe Aurich 1857, Leer 1996, S. 10
Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 113; Doornkaat Koolman, Jan ten, Wörterbuch der ostfriesischen Sprache, Norden 1879 bis 1884, Bd. 1, S. 264
(1) Gretje Schreiber, Höfe in der Sandbauerschaft, Manuskript 2011.


Autor(in):

Gretje Schreiber


Letzte Änderung am: 21.07.2011

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