Bargebuhrer Land (Norden)

Ausgewählter Flurname:

Bargebuhrer Land
( Neuen Bürger Lande )

Gemarkung:

Norden

Erfassungen:

Preußische Grundsteuervermessung (ca.1870)

Bargebuhrer Land (Norden)


Erklärung des Flurnamens:

1436 als "Berghum" erstmals erwähnt. Weiter genannt 1445 "to Bergen in Norderlande", 1553 "inn Bargerburhen", 1599 "Bergerbur", 1787 "Bargerbuhr". Zwischen Norden und Bargebur lag das ehemalige Vorwerk des Klosters Marienthal. 1570 wurde auf dem Vorwerksland eine Gemeindeweide eingerichtet. Die Lande kamen weiter an die Familie Kettler und nachfolgend an die Familie Inn- und Knyphausen (1).

Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. barge

der urspr. eingliedrige SN ist entw. Dat. Pl. von BERG "Anhöhe"(am Hang der nach O sich erhebenden Geest) od. von einem nicht belegten afr. Subst. berg "Bergung, Schutz" (ae. gebeorg "Schutz, Verteidigung, Zuflucht", and. barg "Scheune", berg "Dach für Heu u. Korn")



2. bur

bur, "Bauernschaft"



3. Land

mnd. lant, nnd. Land, "Land"; "Meint im allgemeinen Ackerland, nicht Grünland."



Quellen:

Remmers, Arend, Von Aaltukerei bis Zwischenmooren, Die Siedlungssnamen zwischen Dollart und Jade, Leer 2004, S. 29
Remmers, Arend, Von Aaltukerei bis Zwischenmooren, Die Siedlungssnamen zwischen Dollart und Jade, Leer 2004, S. 29
Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 134
(1) Gretje Schreiber, Norder Gemeinweiden im ausgehenden Mittelalter bis zur Neuzeit, in: Emder Jahrbuch für historische Landeskunde Ostfrieslands, Bd. 86/2006, S. 39 - 65, hier S. 54 f.


Autor(in):

Gretje Schreiber


Letzte Änderung am: 17.07.2011

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