Bargebur (Kirche) (Norden)

Ausgewählter Flurname:

Bargebur (Kirche)


Gemarkung:

Norden

Erfassungen:

Deutsche Grundkarte

Bargebur (Kirche) (Norden)


Erklärung des Flurnamens:

Gegen den Willen der Fürstin Christine Charlotte und mit Hilfe des Freiherrn Dodo II. von Inn- und Knyphausen, des späteren Hofkammerpräsidenten des Großen Kurfürsten, wurde 1680 mit dem Bau einer reformierten Kirche begonnen. Die feindlich gesonnenen Norder Lutheraner versuchten, den Kirchenbau zu verhindern, rissen die halbfertigen Mauern nieder und zersägten die Balken. Erst unter dem Schutz brandenburgischer Soldaten, die 1682 in Greetsiel gelandet waren, konnte 1684 der Bau beendet werden (1).

Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. barge

der urspr. eingliedrige SN ist entw. Dat. Pl. von BERG "Anhöhe"(am Hang der nach O sich erhebenden Geest) od. von einem nicht belegten afr. Subst. berg "Bergung, Schutz" (ae. gebeorg "Schutz, Verteidigung, Zuflucht", and. barg "Scheune", berg "Dach für Heu u. Korn")



2. bur

bur, "Bauernschaft"



Quellen:

Remmers, Arend, Von Aaltukerei bis Zwischenmooren, Die Siedlungssnamen zwischen Dollart und Jade, Leer 2004, S. 29
Remmers, Arend, Von Aaltukerei bis Zwischenmooren, Die Siedlungssnamen zwischen Dollart und Jade, Leer 2004, S. 29
(1) O. G. Houtrouw, Ostfriesland, Eine geschichtlich-ortskundige Wanderung gegen Ende der Fürstenzeit; Unveränderter Nachdruck der Ausgabe Aurich 1889/1891, Leer 1974, Bd. 1-2, hier Bd. 2, S. 254 f;


Autor(in):

Gretje Schreiber


Letzte Änderung am: 17.07.2011

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