Folkershauser Weg (Norden)

Ausgewählter Flurname:

Folkershauser Weg


Gemarkung:

Norden

Erfassungen:

Hannoversche Grundsteuervermessung (ca.1830)

Folkershauser Weg (Norden)


Erklärung des Flurnamens:

Nur in der Hannoverschen Grundsteuervermessung von 1825 heißt der nach Flökershausen führende Weg Folkershauser Weg, der sonst als Flökershauser Weg bezeichnet wird. Dieser ist eine Verbindung zwischen der Stichstraße Kiefernweg und der Ostermarscher Straße, in deren Nähe die Warf Flökershausen liegt. Der Name ist zusammengesetzt aus einem Rufnamen und dem Wort Haus. Der früheste, nicht eindeutig zuzuordnende Beleg scheint auch sprachlich verderbt zu sein. Erstmals nachweislich genannt wird eine Warf Flökershausen um 970 als "Floscereshusun (?) (1). Der Ostfriese Hodo schenkte diesen Hof dem Kloster Corwey an der Weser (Friesen trieben damals Schifffahrt bis nach Bremen und die Weser aufwärts bis nach Corvey. Ein Friesenschiff aus damaliger Zeit hat man um 1990 in Bremen gefunden). 1742 wird dieser Herd, der inzwischen im Besitz des Regierungsrates und Amtsverwalter Grems war, bei brennender Kerze öffentlich verkauft (2).

Quellen:

(1) Remmers, Arend, Von Aaltukerei bis Zwischenmooren, Die Siedlungssnamen zwischen Dollart und Jade, Leer 2004, S. 71 (2) Gretje Schreiber, Die Höfe in der Lintelermarsch, in: Heim und Herd, Beilage zum Ostfriesischen Kurier, Jg. 2009, Nr. 17, S. 3.


Autor(in):

Gretje Schreiber


Letzte Änderung am: 22.06.2011

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