Galgenland (Norden)

Ausgewählter Flurname:

Galgenland


Gemarkung:

Norden

Erfassungen:

Hannoversche Grundsteuervermessung (ca. 1830),
Befragung (ca. 1980),
Preußische Grundsteuervermessung (ca. 1870)

Galgenland (Norden)


Erklärung des Flurnamens:

"adlich freye Stücklande am Galgentief im Ekeler Rott, nahe am Lützburger Galgen, daher es auch Galgenland genant wird" (1). Diese Stücklande waren im Besitz von Franz Ferdinand Freiherr von Knyphausen, Besitzer der Herrlichkeit Lütetsburg, der das Land 1704 an den ehemaligen Drosten von Schleppegrell, Besitzer der Osterburg, veräußerte (2).

Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Galgen

mhd. galge, Galgen; urspr. Rute, Stange, Pfahl, Zweig, Gerte, Baum; auch als Bezeichnung für galgenähnliche Gerüste verwendet, z. B. für das Gerüst über einen Ziehbrunnnen



2. Land

mnd. lant, nnd. Land, "Land"; "Meint im allgemeinen Ackerland, nicht Grünland."



Quellen:

Doornkaat Koolman, Jan ten, Wörterbuch der ostfriesischen Sprache, Norden 1879 bis 1884, Bd. 1, S. 582; Duden „Etymologie“. Herkunftswörterbuch der deutschen Sprache, Mannheim 1989, S. 195
Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 134
(1) StAA, Rep. 6, Nr. 1729; (2) StAA, Rep. 237, Bd.1380, Nr. 24.


Autor(in):

Gretje Schreiber


Letzte Änderung am: 17.07.2011

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