Gasthauser Land (Norden)

Ausgewählter Flurname:

Gasthauser Land


Gemarkung:

Norden

Erfassungen:

Befragung (ca. 1980),
Preußische Grundsteuervermessung (ca. 1870)

Gasthauser Land (Norden)


Erklärung des Flurnamens:

Gasthauser Land bezeichnet Land im Besitz des ehemaligen Armenhauses. Das Land lag in Teilen südöstlich sowie auch nördlich des umzingelten Klostergebietes. Auf dem nördlichen Teil befindet sich der Neue Friedhof und das Altenzentrum. Der südöstliche Teil war noch bis nach dem Zweiten Weltkrieg ein mit Gräben durchzogenes Weideland, das bis an die Mühlenstraße reichte; er wurde 1960 mit der Berufsschule (heute Conerusschule) bebaut (1).

Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Gasthaus

mnd. gasthûs, n., „ein Haus zur Aufnahme Fremder [und] zur Aufnahme Armer und Kranker“; nnd. gasthûs, „Armenhaus“



Quellen:

Schiller, Karl/Lübben, August, Mittelniederdeutsches Wörterbuch, Bremen 1875-1880, Bd. 2, S. 17; Doornkaat Koolman, Jan ten, Wörterbuch der ostfriesischen Sprache, Norden 1879 bis 1884, Bd. 1, S. 595
(1) StAA, Rep. 37, Nr. 1109.


Autor(in):

Gretje Schreiber


Letzte Änderung am: 24.01.2018

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