Kalkwarf (Norden)

Ausgewählter Flurname:

Kalkwarf


Gemarkung:

Norden

Erfassungen:

Hannoversche Grundsteuervermessung (ca.1830)

Kalkwarf (Norden)


Erklärung des Flurnamens:

Auf der Hoogen Riege auf einer Warf stand eine Kalkbrennerei. Das ganze Gelände war bis zur Bebauung der Gegend um 1930 frei und von Gräben durchzogen (1).

Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Kalk

mhd. kalc, ahd. kalk, "aus Kalkstein gewonnener weißer Baustoff"



2. Warf

"Warf" in der Bedeutung von "Geschäft, Berieb, Gewerbe": mölen-warf: meist erhöhter und eingefriedigter Platz, worauf eine Mühle steht; Kalkwarf: Platz, worauf Kalk aus Muscheln gebrannt wird oder wo eine Kalkbrennerei angelegt ist



Quellen:

Duden, Deutsches Universal Wörterbuch A - Z, Mannheim 1989, S. 801
Doornkaat Koolman, Jan ten, Wörterbuch der ostfriesischen Sprache, Norden 1879 bis 1884, Bd. 3, S. 513; Stürenburg, Cirk Heinrich, Ostfriesisches Wörterbuch, Nachdruck der Ausgabe Aurich 1857, Leer 1996, S. 325
(1) Mathilde Imhoff, Die Flurnamen der Deutschen Grundkarte (DGK5) 2409/1 Norden West, in: Heim und Herd, Beilage zum Osstfriesischen Kurier, 25. Mai 1985, unter Nr. 51.


Autor(in):

Gretje Schreiber


Letzte Änderung am: 19.07.2011

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