Knakenbörg (Norden)

Ausgewählter Flurname:

Knakenbörg


Gemarkung:

Norden

Erfassungen:

Befragung (ca. 1980),
Deutsche Grundkarte

Knakenbörg (Norden)


Erklärung des Flurnamens:

Die Knakenbörg lag nordwestlich zwischen der Baumstraße und dem Kampweg. 1882 ist sie als einziges Haus auf der Kleinen Osterstraße zu finden. Vielleicht wurden hier Kochen gelagert, die in einer Knochenmühle zur Gewinnung von Futter und Düngemitteln verarbeitet wurden.

Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. knake

knake od. knâke, knâk, "Knochen"



2. Börg

ursprüngl. Bedeutung: "befestigte Höhe"; vgl. Berg; "Auch als Bezeichnung für einen (frei gelegenen) Bauernhof gebräuchlich."



Quellen:

Doornkaat Koolman, Jan ten, Wörterbuch der ostfriesischen Sprache, Nachdruck der Ausgabe Norden 1879 bis 1884, Vaduz/Liechtenstein 1984, Bd. 2, S. 294
Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 111; Duden „Etymologie“. Herkunftswörterbuch der deutschen Sprache, Mannheim 1989, S. 59, 90


Autor(in):

Gretje Schreiber


Letzte Änderung am: 28.06.2011

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