Lütetsburger Galgen (Norden)

Ausgewählter Flurname:

Lütetsburger Galgen
( Galgenstelle )

Gemarkung:

Norden

Erfassungen:

Befragung (ca. 1980),
Preußische Grundsteuervermessung (ca. 1870)

Lütetsburger Galgen (Norden)


Erklärung des Flurnamens:

Auf dem Oog lag die Lütetsburger Galgenstelle, der Galgen, nach dem das Galgentief und das Galgenland ihre Namen bekommen haben.

Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Lütet

m.: geb. v.s.liut + tet



2. Burg

ursprüngl. Bedeutung: "befestigte Höhe"; vgl. Berg; "Auch als Bezeichnung für einen (frei gelegenen) Bauernhof gebräuchlich."



3. Galgen

mhd. galge, Galgen; urspr. Rute, Stange, Pfahl, Zweig, Gerte, Baum; auch als Bezeichnung für galgenähnliche Gerüste verwendet, z. B. für das Gerüst über einen Ziehbrunnnen



Quellen:

Raveling, Irma, Die ostfriesischen Vornamen, Herkunft, Bedeutung und Verbreitung, Aurich 1988, S. 123
Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 111; Duden „Etymologie“. Herkunftswörterbuch der deutschen Sprache, Mannheim 1989, S. 59, 90
Doornkaat Koolman, Jan ten, Wörterbuch der ostfriesischen Sprache, Norden 1879 bis 1884, Bd. 1, S. 582; Duden „Etymologie“. Herkunftswörterbuch der deutschen Sprache, Mannheim 1989, S. 195


Autor(in):

Gretje Schreiber


Letzte Änderung am: 15.07.2011

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