Mahnland Kleese (Norden)

Ausgewählter Flurname:

Mahnland Kleese


Gemarkung:

Norden

Erfassungen:

Befragung (ca. 1980),
Deutsche Grundkarte

Mahnland Kleese (Norden)


Erklärung des Flurnamens:

Brücke nördlich der Alleestraße über den Süderschloot. Hier befand sich das "Gastersyhl oder schleuse" Nr. 1 in "Die Olde Westermarscher Deich", der wahrscheinlich mit dem 1347 urkundlich erwähnten "Sutherdike" identisch ist (1).

Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. mahn

afries. manda, monda, "Gemeinschaft; gemeinschaftlicher Besitz"; Hinweis auf Land in Gemeinschaftsbesitz; Mande: die am Gemeinschaftsbesitz beteiligten Bauern



2. Land

mnd. lant, nnd. Land, "Land"; "Meint im allgemeinen Ackerland, nicht Grünland."



3. Kleese

"kleinere, festliegende Brücke, die so hoch liegt, dass die mit Torf, Heu etc. beladenen Schiffe drunter durchfahren können"



Quellen:

(1) Gretje Schreiber, Das Norder Hafengebiet und seine beiden Häfen im 16. Jahrhundert, Manuskript 2011.
Remmers, Arend, Von Aaltukerei bis Zwischenmooren. Die Siedlungsnamen zwischen Dollart und Jade, Leer 2004, S. 268; Doornkaat Koolman, Jan ten, Wörterbuch der ostfriesischen Sprache, Norden 1879 bis 1884, Bd. 2, S. 57
Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 134
Doornkaat Koolman, Jan ten, Wörterbuch der ostfriesischen Sprache, Norden 1879 bis 1884, Bd. 2, S. 256; Stürenburg, Cirk Heinrich, Ostfriesisches Wörterbuch, Nachdruck der Ausgabe Aurich 1857, Leer 1996, S. 110


Autor(in):

Gretje Schreiber


Letzte Änderung am: 15.06.2011

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