Norden (Kirche) (Norden)

Ausgewählter Flurname:

Norden (Kirche)


Gemarkung:

Norden

Erfassungen:

Deutsche Grundkarte

Norden (Kirche) (Norden)


Erklärung des Flurnamens:

Auf der Höhe eines künstlichen Hügels stand die Andreaskirche und südlich davor die Ludgerikirche. Im 10. Jahrhundert gründete der Bremer Diözesan, als seinen Stützpunkt im Zentrum der umliegenden Sandbauerschaft, die Andreaskirche. In der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts war es zu einem Neubau der Andreaskirche aus Tuffsteinen gekommen. Dieser erste Steinbau war eine Saalkirche mit halbrunder Apsis. In der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts wurde die Andreaskirche zu einer dreischiffigen, gewölbten Pfeilerbasilika mit gewölbten Querhaus und Chorquadrat, flankiert von zwei Osttürmen, ausgebaut. 1531 wurde die Kirche teilweise durch Junker Balthasar zerstört und nicht wieder aufgebaut. Die Lugerikirche wurde um 1200/20 in Backsteinen errichtet, eine Saalkirche mit halbrunder Apsis. Sie wurde die Marktkirche. Im 14. Jahrhundert wurde im Osten an die Ludgerikirche ein gewölbtes Querhaus und Chorquadrat in spätromanischer Form angebaut. 1445 wurde das Querhaus erneuert und das Chorquadrat durch den heutigen, spätgotischen Hochchor ersetzt. Die Ludgerikirche wurde im Zuge ihrer letzten Renovierung von 1981 - 1985 zum Nationaldenkmal erklärt (1).

Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Norden

älteste Stadt in Ostfriesland



Quellen:

(1) Norder Kirchengeschichte, zusammengestellt vom Team "Zeitleiste" im Arbeitskreis Kirchen zum Jubiläum 750 Jahre Norden, Norden 2005.


Autor(in):

Gretje Schreiber


Letzte Änderung am: 20.07.2011

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